Nummer 2 wird euch überraschen.

Ende 2020 schrieb ich in „Ich glaub‘, ich steh‘ im Wald“ darüber, wieso das Pflanzen von Bäumen nicht der No-Brainer gegen die Klimakrise ist, als der es oft verkauft wird. Gerade für die Kompensation von Flugreisen oder den Kauf von Produkten sollte es uns nicht darüber hinweg täuschen, dass die Emissionen trotzdem in der Welt sind.

Dieses Thema ist mir neulich in ähnlicher Form erneut begegnet, weshalb ich euch in bester Clickbait-Manier heute die TOP 5 Gründe liefern möchte, wieso wir vorsichtig sein sollten, wenn ein Unternehmen sagt: wir produzieren klimaneutral.

TOP 1: „Klimaneutral“ ist kein geschützter Begriff

Klimaneutralität bedeutet, ein Gleichgewicht zwischen Kohlenstoffemissionen und der Aufnahme von Kohlenstoff aus der Atmosphäre in Kohlenstoffsenken herzustellen. Um Netto-Null-Emissionen zu erreichen, müssen alle Treibhausgasemissionen weltweit durch Kohlenstoffbindung ausgeglichen werden.

Europäisches Parlament. Was versteht man unter Klimaneutralität und wie kann diese bis 2050 erreicht werden?

So weit, so simpel. Für ein Unternehmen heißt das: was ich für mein Produkt, meine Dienstleistung oder meinen gesamten Betrieb an Emissionen erzeuge, muss an anderer Stelle durch die Aufnahme von Treibhausgasen ausgeglichen werden. Je weniger ich emittiere, desto näher komme ich der Klimaneutralität. Was „unvermeidbar“ emittiert wird, muss durch zusätzlich geschaffene Senken ausgeglichen werden.

Das ist die grundsätzliche Definition des Begriffs. Jetzt ergeben sich daraus ein paar Fragen. Wie hoch sollten Treibhausgasemissionen für bestimmte Produkte und Services sein dürfen? Welche Emissionen sind wirklich unvermeidbar? Welcher Anteil und Menge an Emissionen darf kompensiert werden, und was für Kompensationsprojekte sind glaubwürdig?

Der Begriff der Klimaneutralität ist, anders als zum Beispiel der auf eine Region festgelegte Begriff „Champagner“ (oder auch das EU-Bio-Label oder der Begriff „Fairtrade“), nicht gesetzlich geschützt. Ein Unternehmen – wie auch jeder andere Akteur – kann diese Fragen also für sich selbst beantworten, wie es lustig ist. Das bringt Probleme mit sich: wie können wir das eine „klimaneutrale“ Produkt vom anderen unterscheiden? Wo können wir davon ausgehen, dass tatsächlich Klimaschutz stattfindet, und wo wird nur kompensiert?

Im Mai 2021 wurden 12 Unternehmen für ihre Bewerbung einer „klimaneutralen“ Produktion abgemahnt, da dies einen falschen Eindruck erweckte, sie seien tatsächlich emissionsfrei – aber mehr als Unterlassungsklagen folgen auf solche Prozesse bisher nicht. Kund*innen können grundsätzlich weiter im Unklaren gelassen werden, was genau sie da eigentlich versprochen bekommen.

Was es braucht, ist eine gesetzlich geschützte Definition des Begriffs – am besten auf internationaler Ebene, zum Beispiel EU-weit. Derzeit bewegen wir uns eher davon weg – einer der Leitautoren des IPCC-Berichtes erklärt in einem Interview auf klimafakten.de, dass der Weltklimarat IPCC selbst vermutlich Abstand vom Begriff nehmen wird, weil er zu unscharf sei. Gleichzeitig macht seine Forschung deutlich, wie wichtig ein einheitlicher Begriff eigentlich wäre, um die Fortschritte und Anstrengungen zum Beispiel zwischen Ländern besser vergleichen zu können.

Für Unternehmen gibt es hier als Lösungansatz zum Beispiel das britische PAS 2060 Regelwerk. Dieses schreibt vor, wie Emissionen bilanziert werden müssen, dass ein Reduktionsplan für Emissionen aufgesetzt werden muss und dass Kompensation der letzte Schritt sein muss, um klimaneutral zu werden. Nach PAS 2060 können sich Unternehmen selbstständig oder durch Externe validieren lassen, oder in England auch offiziell zertifizieren lassen. PAS 2060 ist ein Ansatz, um dem Begriff mehr Schärfe zu verleihen – es ist aber eben nicht international verpflichtend.

TOP 2: „Klimaneutral“ zu werden ist kein großer Aufwand

Und das nutzen Unternehmen aus. Der Anlass für diesen Text war ein Podcast von ZEIT Online vom 10.09.2022 namens „Undercover in der Welt der Klimalabels“. Hier präsentieren zwei Journalistinnen die Ergebnisse ihrer Recherche zur Glaubwürdigkeit von „Klimaneutral“-Zertifikaten. Worum geht’s?

Unternehmen, die sich oder ihre Produkte und Services heute als „Klimaneutral“ bewerben, tun dies meist auf Basis einer Zertifizierung. Diese Zertifizierung wird von verschiedenen Anbietern gegen Bezahlung durchgeführt. Der Prozess läuft im Grunde so ab, dass ein Unternehmen sich bei einem der Anbieter meldet, die Emissionen der eigenen Produktion quantifiziert und dann vorgerechnet bekommt, mit wieviel Geld sie ihre Emissionen ausgleichen lassen können. Zahlen die Unternehmen dieses Geld, ist ihre CO2-Bilanz rechnerisch auf Null gesetzt und sie können sich so einen schicken „Klimaneutral“-Sticker auf ihre Produkte kleben. Dieser Prozess kann sich an einem Regelwerk wie PAS 2060 orientieren, muss es aber nicht zwangsläufig.

Beim Anbieter „ClimatePartner“ wird das so beschrieben:

Emissionen, die lokal nicht vermieden werden können, können deshalb durch Klimaschutzprojekte an einem anderen Ort ausgeglichen werden. Das kann etwa durch Waldschutz, Aufforstung oder den Ausbau erneuerbarer Energien erfolgen. 

Die Begriffe CO2-frei und klimaneutral werden oft miteinander verwechselt, bezeichnen jedoch unterschiedliche Facetten im Klimaschutz. CO2-frei sind Produkte, Dienstleistungen oder Unternehmen bei deren Herstellung, Bereitstellung oder Arbeitsvorgang keine CO2-Emissionen entstehen. Dies muss für die gesamte Lieferkette einschließlich aller Rohstoffe, Logistik und Verpackung gelten. Beispiele für CO2-freie Produkte gibt es tatsächlich (noch) nicht. 

Klimaneutral dagegen kann jedes Unternehmen und jedes Produkt sein: für die Berechnung ihrer Emissionen gibt es gängige Standards und für den Ausgleich der berechneten Emissionen können Unternehmen zertifizierte Klimaschutzprojekte unterstützen.

ClimatePartner. Klimaneutral – was bedeutet das eigentlich?

Deshalb sehen wir bei der DHL teilweise noch Dieseltransporter herumfahren, während der nationale Transport von Päckchen und Paketen sich seit 2011 als „klimaneutral“ bezeichnen darf. Es entstehen Emissionen, doch die rechnerische Bilanz ist null.

Das „Klimaneutral“-Label, das man bei ClimatePartner erhalten kann. Quelle: ClimatePartner

In der ZEIT-Recherche nun wollten die beiden Journalistinnen testen, was dieser Prozess mit sich bringt. Sie gründeten einen fiktionalen Blumenladen, der nur auf dem Papier existiert. Sie bewarben sich bei drei verschiedenen Anbietern mit ihrer Firma auf eine Zertifizierung als „klimaneutrales“ Unternehmen. ClimatePartner, hier bereits angesprochen, war einer dieser Anbieter, dazu noch myclimate und ein ungenannter sehr kleiner Anbieter. Sie gaben ihre vermeintlichen Energieverbräuche an und erhielten jeweils ein Angebot für das Zertifikat, das sie auch immer bezahlten. Sie gingen aus der Recherche mit einigen Euro weniger, drei „Klimaneutral“-Labels und einigen Erkenntnissen heraus:

  • mit offensichtlich zu niedrig angegebenen Energieverbräuchen kommt man durch, solange man auf Rückfrage sagt, dass das schon richtig ist – Belege braucht es dafür keine;
  • die Anbieter empfehlen zwar die Zertifizierung nur als Ergänzung zu einem ganzheitlichen Klimaschutzplan, aber ob der existiert oder nicht war ihnen letztlich auch egal. Die Infos, wie man Emissionen reduzieren kann, gab es für den Blumenladen erst im Nachhinein mit der Rechnung für die Kompensationszahlung; und
  • der größte Anteil der Zahlung an den Zertifizierer geht in dessen Tasche und nicht in Klimaprojekte. Einer der Anbieter nahm über 800 Euro für das Zertifikat, wovon weniger als 20 Euro in ein Klimaprojekt gingen. Beim kleinsten Anbieter kostete die Zertifizierung nur 46€, wovon genau 1 Cent in ein Klimaprojekt ging. Schwupps, so schnell ist man klimaneutral.

Die Journalistinnen schließen mit dem Fazit, dass der Markt der Klimalabels viel zu unreguliert ist und alle Anbieter tun können, was sie wollen. Da die meisten Kund*innen kaum die Unterschiede zwischen den verschiedenen Labels kennen – ich schließe mich da mal mit ein – ist es für einen Produzenten daher verlockend, einfach das Label anzustreben, das ihnen am wenigsten Aufwand und Kosten macht.

Top 3: „Klimaneutral“ bedeutet mehr als Kompensation

Und Kompensation ist zumeist der Weg des geringsten Widerstands. Die Deutsche Umwelthilfe schreibt zum Thema Kompensation:

Kompensation – also die Reduktion an anderer Stelle – verzögert die dringend nötige Entwicklung CO2-freier Produkte.

Deutsche Umwelthilfe. Klimaneutral – was bedeutet das eigentlich? (derselbe Titel wie bei ClimatePartner, es scheint also viele Unklarheiten zu geben)

Um schnell auf den öffentlichkeitswirksamen Zug der Klimaneutralität aufzuspringen, ist die Zahlung von Kompensationen ein einfacher und vergleichsweise kostengünstiger Schritt – wie wir gerade gesehen haben. Jetzt ist aber nicht nur die Wirksamkeit dieser Kompensationszahlungen fragwürdig (siehe hierzu mein Text über das Bäumepflanzen); wir werden auch irgendwann an den Punkt kommen, wo man der Öffentlichkeit nicht mehr vormachen kann, woanders auf der Welt für ein paar Euro genauso viele Emissionen einsparen zu können, wie der eigene Joghurtbecher erzeugt. Es wird immer deutlicher werden, dass die jeweiligen Emissionen ja trotzdem in der Welt sind, und dass von Klimaneutralität nur dann gesprochen werden kann, wenn tatsächlich keine Emissionen vor Ort mehr entstehen. Den Unternehmen, die sich bis dahin auf die Kompensation als Weg zur Null-Netto-Emission verlassen haben – und damit gesetzlich durchgekommen sind – steht dann ein steiler Pfad bevor. Denn um dann ernsthaft Klimaneutralität anzustreben, werden technologische Innovationen und Investitionen, neue Produkte und ggf. die komplette Überarbeitung des eigenen Geschäftsmodells nötig sein. Das scheut man heute vielfach noch – zu teuer, zu aufwändig – doch anders werden wir nie zu einer wirklich klimafreundlichen Wirtschaft kommen. Kreislaufstrukturen, neue Rohstoffe, effizientere Verpackungen und Produktionsprozesse: all das muss eher früher als später in alle Branchen gelangen. Und dabei reicht es nicht, sich einmal in der eigenen Fabrik umzuschauen und überall LEDs reinzudrehen, denn:

Top 4: „Klimaneutral“ ist eine Frage der Betrachtungsweise

In der Begriffsdefinition von ClimatePartner zuvor im Text stand ja schon: „[Die Vermeidung von CO2-Emissionen] muss für die gesamte Lieferkette einschließlich aller Rohstoffe, Logistik und Verpackung gelten.“ Und das ist ein wichtiger Punkt. Der Umwelteinfluss eines Produktes oder einer Dienstleistung findet nicht im letzten Schritt vor dem Kundenkontakt statt. Das ist jetzt keine große Überraschung, aber wenn wir uns die Lebensmittelindustrie anschauen, wird das nochmal sehr deutlich:

Quelle: Visual Capitalist, nach Our World in Data/Poore&Nemecek 2018

Über alle Lebensmittelgruppen hinweg macht die Verarbeitung des Produktes (hellgrün) einen kleinen Anteil an der gesamten Treibhausgasbilanz aus. Auch wenn wir den Transport zum Supermarkt oder den Verkauf mit einschließen, sind wir nur bei einigen Prozent. Die Verpackungsemissionen kann man im Übrigen vernachlässigen. Wenn also ein Lebensmittelproduzent sich die Emissionen im Werk anschaut, oder noch Verpackung und Transport mit einbezieht, ist das gut, aber nur ein Teil der Wahrheit. Die meisten Emissionen entstehen bei Lebensmitteln bei der Landnutzung, der Düngung oder der Tierzucht (aber gut, wer isst schon noch Fleisch). Das ist für andere Produktgruppen natürlich anders, aber der Punkt wird klar: ein Unternehmen muss sich der gesamten Produktionskette bewusst sein, um eine angemessene Bilanzierung durchzuführen.

Wenn man sich die Anforderungen an eine Zertifizierung bei ClimatePartner anschaut, umfasst diese laut eigenen Angaben für ein klimaneutrales Unternehmen folgende Aspekte, die bilanziert werden müssen, um dann ausgeglichen werden zu können:

  1. Erfassung und Ausgleich aller Scope 1 Emissionen – also aller Emissionen, die selbst durch die Produktion erzeugt werden (z.B. Verbrennung von Gas);
  2. Erfassung und Ausgleich aller Scope 2 Emissionen – also aller Emissionen, die durch angelieferte Energie (Wärme, Strom) erzeugt werden; sowie
  3. Erfassung und Ausgleich einiger Scope 3 Emissionen – also der Emissionen, die sonst im Produktionsumfeld anfallen, d.h. Lieferketten, aber auch den sonstigen Geschäftsalltag, darunter Geschäftsreisen:

Für ein klimaneutrales Produkt wiederum sollen alle Emissionen von der Rohstoffgewinnung (Cradle) bis zur Entsorgung des Produktes (End of Life) berücksichtigt werden.

Und hier stoßen Unternehmen an ihre Grenzen: Stand Jetzt ist es einfach sehr schwierig, für teilweise mehrere hundert Komponenten eines Produktes, z.B. bei Technik, die jeweiligen Emissionen zu kennen. Das soll keine Ausrede sein, dieses Wissen nicht anzustreben und die Emissionen im gesamten Lebensweg des Produktes zu reduzieren. Aber es könnte natürlich dazu führen, dass Emissionen grob überschlagen werden, wenn ein „Klimaneutral“-Label angestrebt wird. Dessen sollten wir uns bewusst sein und Unternehmen, die sehr transparent ihre Lieferketten ausweisen, dafür honorieren. A propos:

TOP 5: „Klimaneutral“ ist auch nur der erste Schritt

ClimatePartner schreibt zur Rolle der Zertifizierung:

Unternehmen erzielen die größte Glaubwürdigkeit – und den größten positiven Effekt auf unser Klima – wenn sie für ihre klimaneutralen Produkte und ihr Unternehmen neben dem CO2-Ausgleich auch eine transparente CO2-Vermeidungs- und Reduktionsstrategie verfolgen.

ClimatePartner. Klimaneutral – was bedeutet das eigentlich?

Und weiter:

Unternehmen, die mit Klimaneutralität werben, nehmen sich selbst in die Pflicht kontinuierlich und wirkungsvoll Klimaschutz zu betreiben. Um eine ganzheitliche Klimaschutzstrategie zu garantieren, sollte der Ausgleich von den restlichen CO2-Emissionen über zertifizierte, internationale Klimaschutzprojekte vorrangig als ergänzende Maßnahme zur tatsächlichen Emissionsreduktion eingesetzt werden.

ClimatePartner. Label Klimaneutral.

Und damit haben sie völlig Recht – auch wenn das im tatsächlichen Zertifizierungsprozess gemäß der ZEIT-Recherche für sie wohl eher eine untergeordnete Rolle zu spielen scheint. Für eine zukunftsfähige Wirtschaft können wir uns nicht damit begnügen, auf neue Anforderungen mit Schnellschüssen, also Kompensationen, zu reagieren. Unternehmen müssen sich stattdessen ernsthaft damit auseinandersetzen, welche ökologische und soziale Rolle sie in der Welt spielen. Das schließt eine glaubwürdige Klimastrategie mit ein, die wiederum nur ein Teil einer umfassenden und ernsthaften Nachhaltigkeitsstrategie sein sollte, die dann auch umgesetzt wird. Insofern kann ich nur so halb dem Schluss zustimmen, den ClimatePartner letztlich zieht:

Jedoch ist in vielen Fällen das Potenzial für CO2-Reduktionen – zumindest kurzfristig – begrenzt. Eine Spedition kann beispielsweise nicht von heute auf morgen ihre gesamte LKW-Flotte austauschen, wohl aber durch Fahrertrainings und eine optimierte Auslastung die CO2-Emissionen je Tonnenkilometer Schritt für Schritt optimieren. Dennoch sollte das Unternehmen heute schon mit dem CO2-Ausgleich beginnen und möglichst sofort klimaneutral werden. 

Mein TOP 5-Punkt heißt ja, „‚Klimaneutral‘ ist auch nur der erste Schritt.“, aber ich meine damit nicht dasselbe wie ClimatePartner. Die Kompensation von CO2 sollte meiner Meinung nach eben nicht der erste Schritt auf dem Weg hin zur Klimaneutralität sein. Sie sollte der letzte Schritt sein. Wie oben erklärt, verzögert ein starker initialer Fokus auf Kompensation im schlimmsten Fall die wirklich notwendigen Veränderungen. Für ClimatePartner ist es das Geschäftsmodell, Unternehmen zu empfehlen, „möglichst sofort klimaneutral“ zu werden. Eine nachhaltigere Lösung wäre es jedoch, wenn Unternehmen sich eingestehen, dass das so schnell nicht klappen wird, und alles dafür tun, möglichst bald einen strengen Reduktionspfad einzuschlagen. Alles andere ist Augenwischerei.

Sich als Unternehmen mit den eigenen CO2-Emissionen zu befassen, sei es aus äußerem Druck oder intrinsischer Motivation, ist eine gute Sache. Etwas gegen diese Emissionen tun zu wollen, ist noch besser. Kompensationen sind besser als gar nichts, aber wie schon beim Bäumepflanzen sollten wir als Konsument*innen vorsichtig sein. Es ist schade, alle Unternehmen mit „Klimaneutral“-Label in einen Topf zu werfen, denn während manche sich hierfür auf Kompensationen verlassen, setzen andere wirklich auch an ihrer Produktion an. Ich hab schon öfter gesehen, dass auf dem Produkt selbst steht, was genau zur Klimastrategie neben der Kompensation gehört.

Solange der Begriff jedoch vogelfrei verwendet werden kann, bleibt uns wohl erstmal nicht viel übrig, als pauschal zu urteilen: ein „klimaneutrales“ Produkt kann ich höchstens als minimal besser betrachten als ein anderes. Ich freue mich daher auf den Tag, an dem „klimaneutral“ ein streng regulierter Begriff wird. Bis dahin bleiben wir am besten aufmerksam und kritisch.

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Ein Kommentar zu „Die Top 5 Gründe, wieso „klimaneutrale“ Produkte uns skeptisch stimmen sollten

  1. Hallo Christopher, wie immer mehr als sehr gut! Denke nur die meisten Leute haben immer noch nicht begriffen wie „ernst“ die Lage ist! Schade eigentlich…mache mir echt Sorgen…betrifft leider jetzt schon die Generation deiner Mutter und mir….dachte wir hätten noch mehr Zeit…und für Eure und Nicis Generation sehe ich schwarz…vor allen Dingen weil man nicht weiß was der Despot aus Russland noch alles auf Lager hat…

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